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AuDHS: Ein Wegweiser für Eltern von Kindern mit ADHS und Autismus

Aktualisiert: 7. Apr.

Immer mehr Eltern hören plötzlich einen Begriff, den sie vorher noch nicht kannten: AuDHS. Vielleicht wurde dein Kind zuerst mit ADHS diagnostiziert – und später kam Autismus dazu. Oder du merkst selbst: Irgendetwas passt nicht ganz ins typische ADHS-Bild.


Wenn die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und die Autismus-Spektrums-Störung (ASS) gemeinsam auftreten, sprechen viele Fachpersonen inzwischen von AuDHS. Für Familien kann das zunächst verwirrend sein. Doch wenn man versteht, wie beide Neurotypen zusammenwirken, wird vieles plötzlich erklärbar.


Was AuDHS bedeutet


AuDHS beschreibt Kinder, die gleichzeitig Merkmale von ADHS und Autismus zeigen. Das kann zum Beispiel so aussehen:


Typische ADHS-Seite:

  • impulsiv

  • ständig in Bewegung

  • schnell ablenkbar

  • Schwierigkeiten mit Organisation


Typische Autismus-Seite:

  • starkes Bedürfnis nach Routine

  • intensive Spezialinteressen

  • sensorische Überempfindlichkeiten

  • soziale Situationen sind anstrengend


Bei AuDHS treffen diese beiden Welten aufeinander. Das führt oft zu scheinbaren Widersprüchen:

  • Das Kind braucht Struktur, hält sie aber nicht ein.

  • Es will Freunde, ist aber in sozialen Situationen überfordert.

  • Es möchte ruhig arbeiten, wird aber ständig abgelenkt.


Viele Eltern denken dann:

«Ich verstehe mein Kind einfach nicht mehr.»

Dabei ist genau diese Mischung typisch für AuDHS.


Warum AuDHS oft spät erkannt wird


Lange Zeit gingen Fachleute davon aus, dass ADHS und Autismus nicht gleichzeitig auftreten können. Heute weiss man: Das stimmt nicht. Studien zeigen inzwischen, dass 30–50 % der autistischen Kinder auch ADHS-Symptome zeigen.


Trotzdem wird AuDHS oft erst spät erkannt, weil:

  • ADHS-Symptome zuerst auffallen

  • autistische Merkmale subtiler sind

  • viele Kinder Strategien entwickeln, um Schwierigkeiten zu verstecken


Eltern merken meist zuerst:

  • extreme Erschöpfung nach der Schule

  • starke Wutausbrüche zuhause

  • soziale Missverständnisse

  • grosse Probleme mit Übergängen oder Veränderungen


Typische Herausforderungen im Alltag


Viele Familien mit AuDHS-Kindern erleben ähnliche Situationen.


Hausaufgaben werden zum täglichen Kampf


Das Kind möchte anfangen, schafft es aber nicht. ADHS erschwert die Konzentration. Autismus kann Perfektionismus oder Überforderung auslösen. Das Ergebnis: Blockade.


Emotionen explodieren plötzlich


AuDHS-Kinder können Gefühle oft sehr intensiv erleben. Wenn Reize, Frust oder soziale Missverständnisse zusammenkommen, kann es zu:

  • Wutausbrüchen

  • Rückzug

  • kompletter Überforderung kommen.


Das bedeutet nicht, dass dein Kind manipulativ ist. Sein Nervensystem ist schlicht überlastet.


Schule kostet enorm viel Energie


Viele AuDHS-Kinder geben sich in der Schule extrem Mühe. Sie versuchen:

  • Regeln einzuhalten

  • sich zu konzentrieren

  • sozial mitzuhalten


Nach der Schule ist die Energie dann aufgebraucht. Zu Hause bricht die Anspannung heraus.


Was AuDHS-Kinder wirklich brauchen


Der wichtigste Punkt: AuDHS-Kinder brauchen andere Strategien als reine ADHS-Kinder. Hilfreich sind zum Beispiel:


Klare Struktur + flexible Anpassung


Ein vorhersehbarer Alltag reduziert Stress. Aber: Zu starre Regeln überfordern das ADHS-Gehirn. Die Balance ist entscheidend.


Reizreduktion


Viele AuDHS-Kinder reagieren stark auf:

  • Geräusche

  • Licht

  • Berührungen


Schon kleine Anpassungen können enorm helfen.


Motivation statt Druck


Belohnungssysteme, Gamification und kurze Arbeitsblöcke funktionieren oft besser als Druck.


Verständnis statt Kritik


Viele Kinder hören täglich:

  • «Streng dich mehr an»

  • «Reiss dich zusammen»


Dabei arbeiten sie oft schon am Limit. Wenn sie stattdessen erleben:

«Ich verstehe dich und ich begleite dich.»

verändert sich vieles.


Gute Nachricht: AuDHS kann grosse Stärken mitbringen


Viele AuDHS-Kinder entwickeln beeindruckende Fähigkeiten:

  • aussergewöhnliche Kreativität

  • tiefe Interessen und Fachwissen

  • hohe Empathie

  • ungewöhnliche Problemlösungsstrategien


Wenn sie die richtige Unterstützung bekommen, können sie ihr Potenzial entfalten.


Du musst diesen Weg nicht allein gehen


Der Alltag mit einem AuDHS-Kind kann unglaublich anstrengend sein. Viele Eltern fühlen sich:

  • erschöpft

  • unsicher

  • voller Schuldgefühle


Doch mit den richtigen Strategien kann sich der Familienalltag deutlich entspannen.


Im ADHS-Coaching lernst du zum Beispiel:

  • wie du Wutausbrüche besser begleiten kannst

  • welche Routinen wirklich funktionieren

  • wie dein Kind motivierter an Aufgaben arbeitet

  • wie Schule und Familie besser zusammenarbeiten


Unterstützung für dich und dein Kind


Wenn du merkst, dass dein Kind möglicherweise AuDHS hat oder du im Alltag immer wieder an deine Grenzen kommst, kann professionelle Begleitung enorm entlasten.


In meinem ADHS-Coaching für Eltern entwickeln wir gemeinsam Strategien, die wirklich zu deinem Kind passen.


Du bekommst:

  • individuelle Begleitung

  • konkrete Alltagstools

  • Unterstützung bei Schule und Hausaufgaben

  • mehr Ruhe im Familienalltag


Fazit: Gemeinsam stark


Es ist wichtig, dass du dich nicht allein fühlst. Du bist nicht die einzige Person, die mit diesen Herausforderungen kämpft. Gemeinsam können wir einen Weg finden, der für dich und dein Kind funktioniert. Lass uns diesen Weg zusammen gehen und die Stärken deines Kindes entdecken.


Wenn du bereit bist, den nächsten Schritt zu machen, dann melde dich für mein Coaching an. Lass uns gemeinsam an einer entspannteren und harmonischeren Zukunft arbeiten.

 
 
 

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